Pinneberger Tafel e.V.

Essen, wo es hingehört

Aktuelles

Großzügige Lebensmittel-Spenden

IMG 0012 2
Dr. Ulrich Kossiessa, Geschäftsführer der Firma photomanic, und Petra Hamann teilten Nikolaustüten an die Bedürftigen aus.

In der Vorweihnachtszeit 2021 konnten sich die Pinneberger Tafel und ihre Kunden über einige besonders großzügige Lebensmittelspenden freuen. In der Nikolaus Woche nach dem 6. Dezember überraschten die Mitarbeiter des Pharmaunternehmens Photonamic, das seinen Sitz in der Parkstadt Eggerstedt hat, jeden Tafel-Besucher mit einer großen Tüte voller Leckereien. Kaffee gehörte ebenso dazu wie ein ganzer Stollen und anderes Naschwerk. Firmenchef Dr. Ulrich Kosciessa, Petra Hamann und Daniel Struve waren selbst zum Austeilen in die Tafel-Ausgabestelle am Fahltskamp gekommen. Petra Hamann: „Wir möchten jedes Jahr zu Weihnachten denen eine Freude bereiten, denen es nicht so gut geht. Das macht auch uns Freude.“ Die rund 30 Mitarbeiter sammelten, der Firmenchef stockte auf 1500 Euro auf und die Kinder der Angestellten dekorierten die Nikolaus-Tüten mit Klebebildern und eigenen Zeichnungen.

Mit Grillhähnchen versorgt die Firma Gaumenschmaus normalerweise ihre Kunden. 2021 wurde das Unternehmen 20 Jahre alt. Statt einer Jubiläumsfeier gab es aus diesem Anlass Spenden für soziale Projekte in ganz Schleswig-Holstein. In Pinneberg wurde außer der Tiertafel auch die Pinneberger Tafel bedacht. Gaumenschmaus-Geschäftsführerin Güler Kirk sorgte dafür, dass für 1500 Euro Lebensmittel für die Bedürftigen gekauft wurden, 1000 Euro gingen auf das Konto der Tafel.

Besonders ertragreich war diesmal der „Stehrümpsel“-Flohmarkt der Senioren vom Golfclub Gut Wulfsmühle. Wie schon in den vergangenen Jahren spendeten die Golfer und Golferinnen das eingenommene Geld an die Pinneberger Tafel. Das war im Jahr 2021 die stolze Summe von gut 1000 Euro, die in Lebensmittel umgesetzt wurde. Und schließlich gab es auch von der Fahrrad-Tafel Pinneberg, die den Erlös ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit spendete, eine Extraportion Kaffee für die Kunden der Pinneberger Tafel.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern.

(beh)

 


 

Große Reinigungsaktion

PHOTO 2021 08 28 13 32 20

Vor allem Gemüse und Obst hinterlassen Spuren in den Kisten, in denen sie zur Pinneberger Tafel transportiert und während der Ausgabe bereitgestellt werden. Deshalb müssen sie regelmäßig gereinigt werden. Im August 2021 war es wieder soweit: An einem Sonnabend-Vormittag trafen sich sieben ehrenamtliche Tafel-Mitarbeiter im Lager an der Mühlenstraße zur großen Putz-Aktion. Mit dem Hochdruckreiniger wurden rund 400 Klappkisten bearbeitet, bis sie wieder sauber und einsatzfähig waren. Tafel-Vorsitzende Birgit Drechsler sorgte als „Brötchenfee“ dabei für das leibliche Wohl der Helfer.

 


 

Spende vom Dehner Hilfsfond

Mit einer Spende von 2500 Euro unterstützte der Dehner Hilfsfond kurz vor Weihnachten 2020 die Pinneberger Tafel. Die Stiftung für unverschuldet in Not geratene Menschen wurde 2001 von der Inhaberfamilie der Gartencenter-Kette gegründet. Besonders wichtig war es den Gründern, dass die Hilfe schnell, direkt und vor allem unbürokratisch ankommt. Seit 2011 liegt der Schwerpunkt des Hilfsfonds bei den Tafeln in Deutschland und Österreich. Noch vor dem harten Lockdown im Dezember konnte Marktleiter Ben Mielke im Bönningstedter Gartencenter von Dehner die Spende symbolisch an Birgit Drechsler, die Vorsitzende der Pinneberger Tafel, übergeben.

IMG 0004

 


 

„Eins mehr“ für die Bedürftigen

Für die Pinneberger Tafel ist es schon Tradition, vor Weihnachten im Supermarkt famila am Rosenfeld unter dem Motto „Eins mehr“ Lebensmittel zu sammeln. Zwar musste die Tafel im November 2020 wegen der Corona-Krise vorübergehend geschlossen werden, die Aktion wurde jedoch auch in diesem Jahr durchgeführt. Ca. 50 Kisten mit gespendeten Lebensmitteln kamen zusammen. Im November hatte auch schon der Rotaract-Club Wedel-Pinneberg, eine frisch gegründete Jugendorganisation des Rotary-Clubs Wedel, für die Pinneberger Tafel gesammelt. Bei Marktkauf in Prisdorf wurden die Kunden gebeten, ein Teil mehr für die Bedürftigen zu kaufen. Das Ergebnis: 25 Kisten dauerhaft haltbare Lebensmittel. Unter Federführung von Stephanie Pankow waren zehn Ehrenamtliche des Clubs in ihrer Freizeit tätig. Dafür dankt die Pinneberger Tafel auch im Namen ihrer Kunden. Alle gespendeten Waren werden nach der Wiedereröffnung der Tafel an die Kunden verteilt. Die stolze Summe von rund 630 Euro insgesamt an Geldspenden kommt den laufenden Kosten der Tafel zugute.

20201121 085052 g
Mitglieder des Rotaract-Clubs sammelten für die Aktion „Eins mehr“ Lebensmittel bei Marktkauf.

 


 

Mit bunten Masken durch die Krise

Die Zeiten der Corona-Krise brachten es mit sich, dass nach der Wiedereröffnung am 26. Mai auch bei der Pinneberger Tafel ein Mund- und Nasenschutz getragen werden muss. Noch bevor dies zur Pflicht wurde, beschlossen vier Pinnebergerinnen und ein Jugendlicher zu helfen, damit die ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Kunden mit genügend Masken versorgt werden konnten. Das „Schnuti-Team“, wie sie sich selbst nennen, stellte der Tafel 100 selbstgenähte Masken zur Verfügung.

Begonnen hatte es damit, dass Britta Andersen beim Entrümpeln Gardinen und Bettwäsche aussortierte und herum fragte, ob jemand die Stoffe gebrauchen könnte. Denn sie selbst konnte nicht nähen. Als Erste meldete sich die Pädagogin Tina Rose, und gemeinsam fingen sie mit der Masken-Produktion an. Britta Andersen lernte bald selbst zu nähen, und nach und nach kamen Ulla Goldstein, Andrea Svennosen und der 16 Jahre alte Jesse Krohn dazu, der zuvor auch schon Taschen selbst genäht hatte. Zunächst versorgten sie ihren eigenen Bekanntenkreis, später kamen ehrenamtliche oder soziale Einrichtungen dazu.

Blumen, Vögel, Pünktchen, bunte Muster – fröhlich und farbenfroh präsentieren sich die Produkte des „Schnuti-Teams“. „Wir finden es wichtig, dass es in dieser schwierigen Zeit auch etwas Positives gibt“, erklärt Britta Andersen. Die Krankenschwester strahlt Optimismus aus. „Wir haben viel Spaß mit einander und an der Arbeit.“ Auch weiterhin nähen sie Masken, die gegen eine Spende abgegeben werden.
(beh)

Schutz

 


 

Die Tafel läuft mit

IMG 0005

Vor dem Start:
(v.l.) Gabi Lüders, Lina Dümmer, Annalise Anzioso (unten), Klaus Rewerts, Friedhelm Schimanski, Holger Wiechmann (oben).

Der 25. Stadtwerkelauf in Pinneberg am 1. September 2019 wurde zur sportlichen Herausforderung: Zum ersten Mal nahm ein Team der Pinneberger Tafel an dem teil. Sechs ehrenamtliche Mitarbeiter waren in der Kategorie Mannschaftslauf über 3000 Meter dabei. Um 12 Uhr war Start an der Drostei. Kurz zuvor gab es noch einen kräftigen Regenschauer, doch dann blieb es zumindest von oben trocken. Rund 400 Läufer insgesamt waren beim Stadtwerkelauf in fünf Kategorien vom Schnupperlauf über 1000 Meter bis zur 10 Kilometer-Strecke am Start.

Die Tafel-Crew, erprobte Läufer, zum Teil sogar bis zum Halbmarathon, schaffte den Parcours durch den Drosteipark und durch die Pinneberger Innenstadt in einer guten Zeit von durchschnittlich ca. 16 Minuten. Zum Lohn gab es für jeden eine Medaille und eine Urkunde.

IMG 0276

Geschafft: Die Tafel-Mannschaft nach dem Lauf über 3000 Meter.

 


Neues Outfit für „Eins mehr“

Die Pinneberger Tafel hat ein neues Outfit – zumindest, wenn es um „Eins mehr“ geht. Mit einem bunten Plakat und einer „Beachflag“ werden künftig Supermarkt-Kunden auf die Aktion aufmerksam gemacht, bei der die Tafel darum bittet, ein Teil mehr zu kaufen, um es dann für bedürftige Menschen zu spenden.Mitarbeiter der Tafel stehen jeweils bereit, um die Spenden einzusammeln.

Am 31. August 2019 fand die Sammelaktion, die bisher regelmäßig bei famila am Westring und bei Edeka Appel in Halstenbek durchgeführt wurde, zum ersten Mal erfolgreich auch bei Marktkauf in Prisdorf statt.

Im Foto Marktleiter Caglar Cot (links) und Tafelmitarbeiter Holger Wiechmann:

IMG 0025

 

 


Was passiert mit unserem Müll? – Besuch bei der GAB

Statistisch gesehen produziert jeder Einwohner in Pinneberg gut 450 Kilogramm Müll im Jahr. Biomüll, Plastikmüll, Haushaltsmüll, Sperrmüll. Eine riesige Menge, die letztlich bei der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung (GAB) in Tornesch landet. Doch was passiert dort damit? Im Mai 2019 konnten sich bei einem Besuch bei der GAB 26 Mitarbeiter der Pinneberger Tafel ein Bild davon machen.

IMG 0003
Die Mitarbeiter der Pinneberger Tafel vor dem Besichtigungs-Rundgang bei der GAB.


Zum Start verteilt Susanne Flor vom Umwelt-Service der GAB gelbe Westen und blaue Helme – zur Sicherheit der Besucher im laufenden Betrieb. Den Anfang macht der Recyclinghof. Den wird manch einer schon gekannt haben, denn hier kann jeder Bürger sein ausrangiertes Gerümpel selbst abliefern. Spezielle Container für Holz, Metall, Pappe, Elektrogeräte und vieles mehr stehen bereit.

IMG 0004
Susanne Flor vom Umwelt-Service der GAB verteilt gelbe Westen.

IMG 0008
Komplett ausgestattet mit gelber Weste, Schutzhelm und Kopfhörern: Die Tour kann beginnen.

 

Susanne Flor beklagt, dass häufig - oft aus Bequemlichkeit - nicht sorgfältig genug getrennt wird. Und schon fischt sie aus dem Elektromüll-Container den Plastik-Auffangkorb eines entsorgten Rasenmähers heraus. Zwischendurch gibt sie Tipps zur Wiederverwertung von Laminat oder einem Flechtkorb als Pflanzgefäß. Allerdings darf hier niemand irgend etwas mitnehmen. Gutes Spielzeug wird jedoch an die Toys Company abgegeben, und Fahrräder werden sozialen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

IMG 0011 2
Susanne Flor (Mitte) erklärt das System der Mülltrennung auf dem Recyclinghof.


„Hier wird nichts verwertet, nur gesammelt“, erklärt die Umwelt-Expertin. Bei Plastik und Metall müssen jedoch zuvor die verschiedenen Materialien getrennt werden, bevor sie an Verwertungsfirmen abgegeben werden können. In der ersten Sammelhalle ist alles gewaltig: die Lastwagen, aus deren Hinterteil der Plastikmüll quillt, der Schaufelbagger, die Müllberge, der Gestank und der Lärm. Irgendwann hört das Getöse plötzlich auf. Damit wir besser hören können, was Susanne Flor uns erklärt? Weit gefehlt: Etwas hat sich im Getriebe verheddert und die Maschinen lahm gelegt. Vielleicht ein altes Tannenbaumnetz? Wer hätte schon gewusst, dass Kunststoffnetze oder –seile nicht in den gelben Sack gehören? Auch sollten Joghurtbecher oder Plastikbehälter nicht ineinander gestapelt entsorgt werden. Denn dann können die Sensoren, die über den verschachtelt laufenden langen Förderbändern hängen, sie nicht erkennen und entsprechend sortieren.

IMG 0034
Auf Förderbändern läuft der Plastikmüll unter Sensoren hindurch und wird per Hand nachsortiert.


Auch beim Biomüll riecht es nicht gerade nach Rosen. Doch der aussortierte feine Kompost wirkt – zumindest für Gartenfreunde – vergleichsweise fast schon appetitlich. Der Rest geht in die Biogas-Anlage. Zusammen mit der Verbrennungsanlage entsteht hier Energie, die in Strom für nahezu 1500 Haushalte umgewandelt wird. Ein Blick durch eine Luke in die lodernden Flammen der Verbrennungsöfen, in denen sämtlicher Restmüll landet, wir uns auch noch gewährt.

IMG 0039 2
Die Besucher von der Tafel auf dem Weg zur Verbrennungsanlage mit dem weithin sichtbaren hohen Schornstein.

Nach drei Stunden Besichtigungs- und Informationstour hat sich „die Tafel“ das Tafeln bei Gemüse-Lasagne in der GAB-Kantine redlich verdient. Die Bilanz: Die Größe und die Vielfalt der Anlage waren beeindruckend. Und einiges haben wir auch dazugelernt: zum Beispiel auch das mit dem schwarzen Müll: der nämlich gehört in den Restmüll, auch Plastikblumentöpfe oder Shampoo-Flaschen. Alles Schwarze enthält Rußpartikel, wird von Sensoren nicht erkannt und kann nicht recycelt werden. Aha. Ein Ausflug mit Nutzeffekt für alle Teilnehmer.
(beh)

 


 

Schüler engagieren sich für die Pinneberger Tafel

Sie wollten etwas für andere Menschen tun – und das nicht in Afrika, sondern in ihrer eigenen Stadt. Schüler der 8. bis 11. Klasse des Pinneberger Brahms-Gymnasiums entschieden sich, in ihrer jährlichen Projektwoche am Ende des Schuljahres im Juli 2017 für den Einsatz bei der Pinneberger Tafel.
Rund 50 Projekt-Angebote gab es, dabei zum ersten Mal auch ein soziales Projekt. Das Interesse dafür war groß, 19 Schüler bekamen schließlich den Zuschlag. Sie informierten sich zunächst im Lager, wo die gespendeten Lebensmittel zwischengelagert und sortiert werden, und waren bei zwei Waren-Ausgaben der Pinneberger Tafel aktiv dabei.
Die Resonanz war großartig: die ehrenamtlichen Mitarbeiter freuten sich über den engagierten Einsatz der Jugendlichen, die Tafel-Kunden freuten sich über die ungewohnt jungen Hilfskräfte, die Schüler freuten sich über die dankbaren Reaktionen. Anfängliche Bedenken zum Kontakt mit den bedürftigen Menschen waren schnell ausgeräumt. Und zur Ergänzung des Projekts wollen die Schüler im Herbst noch eine Lebensmittel-Sammelaktion für die Tafel an ihrer Schule organisieren. Linn (14) brachte es zum Schluss auf den Punkt: „Die Tafel ist ein tolles Projekt.“

Auch an der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) Quellental haben sich Schüler für den Einsatz bei der Pinneberger Tafel entschieden. „Die Schüler hatten von sich aus den Wunsch geäußert, sich in ihrer Freizeit sozial zu engagieren“, erklärt Lehrerin Julia Hoppe. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht. Die Tafel fand die meiste Zustimmung. Circa 20 Schüler der 7. Klasse erklärten sich - mit Unterstützung der Schulleitung - bereit, jeweils zwei Tage in der Woche im Lager der Tafel mit zu helfen. Natürlich nicht alle auf einmal, sondern immer zwei bis drei Schüler am Tag. Da die Arbeitszeiten bei der Tafel überwiegend während der Schulstunden liegen, werden die Jugendlichen für zwei Unterrichtsstunden freigestellt. Darüber hinaus müssen sie bei Bedarf auch ihre Freizeit opfern. Dieser tolle Einsatz ist bisher zeitlich nicht begrenzt und geht auch im nächsten Schuljahr weiter.
(beh)

IMG 0013 2

IMG 0017

IMG 0010

Schülerinnen und Schüler des Brahms-Gymnasiums helfen bei der Warenausgabe der Pinneberger Tafel.

 

 

 

IMG_0038.jpg

Die Ausgabestelle:

Ausgabe Dienstag
oder Donnerstag:

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde
Fahltskamp 79

 

Anmeldung jeweils:
11.00 Uhr - 11.30 Uhr
(Bitte mitbringen: Passfoto, Einkommensnachweis, Personalausweis)